Logo Astrofreunde

 

Astrofreunde Neuss - Grevenbroich

 

 

Infos zu Sternbildern

Adler: Der griechische Göttervater Zeus hatte den Adler losgeschickt, um den Knaben Ganymed zu rauben. Dieser wurde dann auf dem Olymp, dem Sitz der griechischen Götter Diener und Mundschenk der Götter. Hauptstern ist Atair, was “fliegender Adler” bedeutet. Im Adler sind ein offener Sternhaufen und die dreiteilige Dunkelhöhle zu beobachten.

Altar: Dieses Sternbild ist seit dem Altertum bekannt, obwohl es sehr unscheinbar ist. Es steht unter dem Skorpion. Bei den Griechen und Römern war es der Altar, den die Götter selbst errichtet haben, um ihren Sieg über die Titanen zu feiern. Um ihn versammelten sich die Götter, um dem Götterkönig Zeus, bzw. Jupiter ewige Treue zu schwören.

Andromeda: Sie war die Tochter des äthiopischen Königspaares Cepheus und Cassiopeia. Da Cassiopeia die Götter des Meeresgottes Nereus beleidigt hatte, schickte dieser ein Ungeheuer, das die Küsten des Landes ständig bedrohte. Ein Orakel hatte aufgetragen, Andromeda sollte dem Meeresungeheuer (Walfisch = Cetus) geopfert werden, um das Land von dem Ungeheuer zu befreien. Schweren Herzens erfüllten die Eltern diesen Auftrag. Andromeda wurde an einen Felsen geschmiedet, aber dann von dem Helden Perseus gerettet. Als Lohn erhielt Perseus Andromeda als Gattin. Hauptstern ist Alpherat, auch Sirrah genannt. Interessantestes Objekt ist der berühmte Andromedanebel (M 31), eine Nachbargalaxie in ca. 2,3 Millionen Lichtjahren Entfernung.

Becher: Der griechische Gott Apoll hatte einen Raben losgeschickt, um in einem goldenen Becher frisches Wasser zu holen. Hauptstern ist Alkes (Krug)

Bildhauer: Dieses Sternbild hat keinen mythologischen Hintergrund, sondern wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von Nicolas de Lacaille eingeführt.

Bootes: Bei den Römern hieß das Sternbild Großer Bär “septem triones” das heißt die sieben Drechochsen. Bootes bedeutet übersetzt Ochsentreiber. Gelegentlich wird dieses Sternbild auch als Bärenhüter bezeichnet. Hauptstern ist der helle Arkturus. Der Ochsentreiber wurde von den Göttern an den Himmel versetzt. In seinen Händen hält er eine Sichel und einen Hirtenstab oder eine Lanze. Im Bootes ist ebenfalls ein Kugelsternhaufen zu finden.

Cassiopeia: Dieses Sternbild hat die Form des Buchstaben W, liegt dem Großen Bären gegenüber und ist während des ganzen Jahres zu sehen. Cassiopeia gehört zur Andromedasage. Sie war die Gattin von Cepheus, dem äthiopischen König. Sie prahlte damit, schöner zu sein als alle Meeresnymphen, also als alle Töchter des Meeresgottes. Poseidon strafte sie damit, dass er ein Meeresungeheuer (Walfisch = Cetus) sandte, dass ständig die Küsten des Landes bedrohte. Hauptstern ist Schedir (Brust). In der Cassiopeia sind mehrere offene Sternhaufen zu finden.

Centaur: Bei den Centauren handelt es sich um Wesen halb Mensch und halb Pferd. Sie stammen ab vom Gott der Zeit Kronos, der sich einmal in ein Pferd verwandelt hatte, damit seine Gattin Rhea seinen Seitensprung nicht sehen konnte. Im allgemeinen waren die Centauren rauhe und wilde Gesellen, mit Ausnahme des weisen Chiron, der als Sternbild Schütze am Himmel verewigt ist. Hauptstern ist Toliman. Alpha Centauri ist der uns nächst gelegene Fixstern in einer Entfernung von ca. 4,3 Lichtjahren.

Chamaeleon: Dieses kleine Sternbild am Südhimmel wurde Ende des 16. Jahrhunderts von den holländischen Seefahrern Pieter Keyser und Frederick de Houtman eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund.

Chemischer Ofen: Das Sternbild hat keinen mythologischen Hintergrund. Es wurde von Nicolas de Lacaille eingeführt.

Cepheus: Dieses Sternbild ist während des gesamten Jahres zu sehen. Cepheus war der König von Äthiopien und Gemahl der Cassiopeia. Damit ist er in die Andromedasage eingebunden, nach der die Tochter Andromeda geopfert werden musste, damit das Land von dem Seeungeheuer (Cetus = Walfisch) befreit würde. Hauptstern ist Alderamin (Rechter Arm). Zwei offene Sternhaufen sind kleineren Instrumenten zugänglich.

Delphin: Dieses kleine Sternbild befindet sich östlich des Adlers. Wie in der griechischen Mythologie berichtet wird, errettete es den Sänger Arion vor dem Ertrinken.

Drache: Es handelt sich um den Drachen Ladon, der die goldenen Äpfel der Hesperiden, den Töchtern von Atlas, bewachte. Diese Äpfel sollte Herkules für Eurystheus holen. Herkules tötete den Drachen. Die Göttermutter Hera war sehr traurig über den Tod des Drachen und versetzte ihn als Sternbild an den Himmel, das sich nun um den nördlichen Himmelspol schlängelt. Hauptstern ist Thuban (Drache). Ein planetarischer Nebel ist zu beobachten.

Dreieck: Ein kleines Sternbild südlich der Andromeda. Gut zu beobachten im Herbst. Das Dreieck ist ein Symbol für das fruchtbare Nildelta. In dieser Gegend waren zudem im Altertum die Wissenschaftler von Alexandria beheimatet. Im Dreieck findet man die Spiralgalaxie mit der Messier-Bezeichnung M 33.

Eidechse: Dieses Sternbild taucht erstmalig bei Hevelius auf, hat also keinen mythologischen Ursprung. Ein offener Sternhaufen ist zu beobachten.

Einhorn: Dieses Sternbild der Äquatorgegend wurde Anfang des 17. Jahrhunderts von Bartsch eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund. Mehrere offene Sternhaufen findet man im Einhorn.

Eridanus: Ein Sternbild östlich des Orion, das aus vielen schwachen Sternen besteht. Es handelt sich um den Fluss der Unterwelt. In diesen Fluss fiel der Sohn des Sonnengottes Helios, Phaeton, der von Zeus getötet wurde, weil er mit dem Sonnenwagen seines Vaters die Erde zu verbrennen drohte. Der Fluss löschte die Flammen. Die Töchter des Helios beweinten den Tod ihres Bruders und ihre Tränen verwandelten sich in Bernstein. Hauptstern ist Achernar (Ende des Flusses, der aber von Europa aus nicht gesehen werden kann.

Fernrohr: Das Sternbild hat keinen mythologischen Hintergrund. Es wurde erst Mitte des 18. Jahrhunderts von Nicolas de Lacaille eingeführt.

Fische: Die Sonne wandert scheinbar am 11. März in das Sternbild Fische. Sechs Monate später, also im Herbst, kann es am Abendhimmel beobachtet werden; es enthält aber nicht sehr helle Sterne. Besonders in den hellen Großstädten ist es kaum zu erkennen. Die Göttin der Liebe, Aphrodite, und ihr Sohn Eros wurden von einem Mann namens Tithonos verfolgt, der zwar unsterblich war, aber wie ein normaler Mensch älter wurde. Bevor Tithonos sie erreichen konnte, sprangen die beiden ins Meer und verwandelten sich in zwei Fische. Bei den Römern hießen sie übrigens Venus und Amor. Später wurden diese beiden Fische von den Göttern an den Himmel versetzt und durch ein breites Band miteinander verknüpft. Diese Verbindung gilt als Sinnbild der Mutterliebe. Hauptstern ist Alrescha (Strick)

Fliege: Dieses Sternbild des südlichen Himmels wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts von den Holländern Keyser und de Houtman eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund.

Fliegender Fisch: Dieses Sternbild des südlichen Himmels wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts von den Holländern Keyser und de Houtman eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund.

Füchschen: Dieses Sternbild hat keinen mythologischen Ursprung. Es ist wahrscheinlich von Bartsch im 17. Jahrhundert benannt worden, findet sich allerdings auch bei Hevelius. Im Füchschen liegt auch der bekannte Hantelnebel oder Dumbbell-Nebel.

Füllen: Dieses Sternbild war bereits dem großen griechischen Astronomen Ptolemaios bekannt. Es soll sich um ein Geschenk des Götterboten Hermes an einen der Zwillinge, nämlich Kastor, handeln.

Fuhrmann: Er soll der Erfinder des Wagens gewesen sein. Er wird in der Mythologie oft dargestellt mit einer Ziege bzw. mit einem Ziegenböcklein. Daher auch der Name des Hauptsterns Capella (Ziegenböcklein). Bei der Ziege handelt es sich um Amalthea, die die Nährmutter des Göttervaters Zeus auf der Insel Kreta gewesen sein soll. Ihr Horn, das später der Göttin Fortuna zufiel, galt allgemein als glückbringendes Füllhorn. Im Fuhrmann findet man mehrere offene Sternhaufen und einen planetarischen Nebel.

Giraffe: Das Sternbild ist erst zum Anfang des 17. Jahrhunderts von Bartsch eingeführt worden und hat demnach keinen mythologischen Hintergrund. Man findet in diesem Sternbild einen offenen Sternhaufen sowie einen Spiralnebel.

Grabstichel: Das Sternbild wurde von Nicolas de Lacaille eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund

Großer Bär: Eins der bekanntesten nördlichen Sternbilder ist der Große Bär. Dieses Sternbild ist während des ganzen Jahres zu sehen. Eigentlich heißt es genau “Die große Bärin”. Die sieben hellsten Sterne bilden die bekannte Gruppe des Großen Wagens. Der Göttervater Zeus hatte mit der schönen Halbgöttin Kallisto einen Sohn mit Namen Arkas. Als Hera, die Gattin des Zeus, von dieser Liebesgeschichte erfuhr, geriet sie in Wut und verwandelte Kallisto in eine Bärin. Eines Tages sah Arkas diese Bärin und wollte sie töten. Er wusste ja nicht, dass es seine Mutter war. Zeus wollte sie schützen und versetzte sie an den Himmel. Dabei fasste er sie am Schwanz und wirbelte sie nach oben. Dies erklärt den langen Schwanz der Bärin. Bären haben ja bekanntlich einen kleinen Stummelschwanz. Der Hauptstern ist Dubhe (Bär). Mehrere Spiralnebel sind zu beobachten.

Großer Hund: In diesem Sternbild liegt der hellste Fixstern des Himmels, Sirius. Er war bereits den alten Ägyptern unter dem Namen Sothis bekannt und war Grundlage ihres Sonnenkalenders. Sein erstes Auftauchen in der Morgendämmerung fiel mit der Überschwemmung des Nils zusammen, der fruchtbaren Schlamm brachte. Hier ruht wohl auch die Bezeichnung für “Hundstage” her. Bei den Griechen wurde der Große Hund dem Himmelsjäger Orion zugeordnet. Einige offene Sternhaufen sind zu beobachten.

Haar der Berenike: Zwischen dem Ochsentreiber und dem Löwen liegt das kleine Sternbild „Haar der Berenike“. In Ägypten herrschte einst König Ptolemaios mit seiner Gemahlin Berenike. Diese war im ganzen Land bekannt wegen ihrer Haare, die wie Gold in der Sonne glänzten. Einst zog Ptolemaios in den Krieg. Nach Jahren war er immer noch nicht zurückgekehrt. Berenike flehte die Götter an und bat um die Heimkehr ihres Mannes. Als Dank wollte sie ihr goldglänzendes Haar opfern. Bald schon brachte ein Bote ihr die Nachricht vom Sieg ihres Mannes und seiner baldigen Heimkehr. Sofort schnitt sich Berenike im Tempel der Göttin Aphrodite ihren Haarschopf ab und legte ihn auf den Altar. Als Ptolemaios seine Frau sah, erschrak er. Sofort eilte er in den Tempel, um das Haar noch einmal zu sehen. Aber der Altar war leer. Ein Weiser namens Konon zeigte dem König einen Haufen schwach glitzernder Sternchen. Er sagte: „Erhabener Herrscher, die Götter haben das Dankopfer Berenikes gnädig angenommen. Die Unsterblichen haben die Haarpracht deiner Frau Berenike zur ewigen Erinnerung an ihre Treue und Liebe unter die Sterne versetzt.“ Und so war es. Noch heute kann man das Haar der Berenike am nächtlichen Himmel sehen. In diesem Sternbild findet man mehrere Sternhaufen und Nebel.

Hase: Der Hase ist seit der Antike bekannt. Er ist gut zu finden, da er sich unmittelbar unter den Füßen des Himmelsjägers Orion befindet. Der griechischen Mythologie nach soll der Götterbote Hermes diesen flinken Hasen an den Himmel versetzt haben. Der Hauptstern ist Arneb (Hase)

Herkules: Dieses Sternbild ist während des Sommers zu beobachten. Es ist ein eher bescheidenes Sternbild, das keine besonders hellen Sterne enthält. Herkules ist bekannt geworden durch viele große Heldentaten. Er tötete den Nemeischen Löwen, besiegte die Wasserschlange mit ihren vielen Köpfen, fing einen wilden Eber lebend, tötete Vögel mit Eisenflügeln, jagte ein Jahr lang die Hirschkuh Kerynea, mistete den Stall des Augias aus, fing den wilden Stier von Minos, besiegte die Königin der Amazonen und einen wilden Drachen und vollbrachte noch weitere große Taten. Zur Erinnerung an seine Taten setzten die Götter diesen Helden als Sternbild an den Himmel. Der Hauptstern ist Ras Algethi (Kopf des Knieenden). Man findet in ihm den Kugelsternhaufen mit der Bezeichnung M 13 sowie einen planetarischen Nebel.

Indianer: Das südliche Sternbild wurde von den holländischen Seefahrern Keyser und Houtman gegen Ende des 16. Jahrhunderts eingeführt und von Bayer übernommen. Es hat keinen mythologischen Hintergrund, erinnert aber vielleicht an die Indianer, die der Portugiese Magellan auf seiner Weltreise traf.

Jagdhunde: Das Sternbild wurde erst von Hevelius im 17. Jahrhundert eingefügt. Sein Hauptstern ist Cor Caroli, das Herz Karls (König Charles I. von England). Hier liegt auch der bekannte Spiralnebel M 51. Des Weiteren findet man den Kugelsternhaufen M 3.

Jungfrau: Dieses Sternbild gehört zu den ältesten Sternbildern überhaupt und viele Völker verehrten es als Göttin der Fruchtbarkeit. Bei den Griechen war es die schöne Persephone. Sie war die Tochter der Erdgöttin Demeter. Der Gott der Unterwelt, Hades, bzw. Pluto, hatte sie entführt, weil sie ihm von Zeus versprochen worden war. Demeter war sehr traurig und ließ Bäume und Felder verdorren. Zeus entschied schließlich, dass Persephone zwei Drittel eines Jahres bei ihrer Mutter auf der Erde und ein Drittel bei ihrem Mann in der Unterwelt verbringen sollte.Kaum war Persephone unter der Erde, wurde es kalt und regnerisch, der Winter stand vor der Tür. Wenn sie wieder auf die Erde zurückkam, wurde alles grün, der Frühling begann. Auch Persephone wurde an den Himmel versetzt. Noch heute erinnert dieses Bild an den Wechsel der Jahreszeiten. Hauptstern ist Spica (Kornähre). Einige Spiralnebel sind zu beobachten.

Kleiner Bär: Dieses Sternbild ist weit weniger ausgedehnt als der Große Bär. Der hellste Stern ist der Polarstern. Er steht genau im Norden und alle anderen Sterne scheinen sich um ihn zu drehen. Hera hatte die Geliebte des Zeus, Kallisto, in eine Bärin verwandelt, die von Zeus an den Himmel versetzt worden war. Um sie nicht von ihrem Sohn Arkas zu trennen, versetzte Zeus auch diesen als kleinen Bären an den Himmel. So waren die beiden auf ewig unzertrennlich und dennoch voreinander geschützt.

Kleiner Hund: Sternbild westlich des Orion mit dem hellen Hauptstern Procyon. In der griechischen Mythologie ist auch der kleine Hund ein Begleiter des Himmelsjägers Orion.

Kleiner Löwe: Ein unbedeutendes Sternbild des nördlichen Himmels, das zwischen dem Großen Bären und dem Löwen liegt. Es wurde 1687 von Hevelius eingeführt und besitzt keinen mythologischen Hintergrund.

Kompass: Das Sternbild wurde von Lacaille erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts eingeführt.

Kranich: Dieses Sternbild wurde 1603 von Johann Bayer eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund.

Krebs: Am 20. Juli tritt die Sonne in das Sternbild Krebs, das man wegen seiner lichtschwachen Sterne in der Stadt überhaupt nicht erkennt. Dieses Sternbild erinnert an den Helden Herkules. Dieser musste gegen die vielköpfige Wasserschlange kämpfen. Alle Tiere standen auf der Seite des Herkules, nur der Krebs nicht. Diesen hatte die Göttin Hera, die den Helden hasste, geschickt. Er biss Herkules in die Ferse, doch trotzdem konnte dieser die Wasserschlange besiegen. Als Dank für seine Hilfe hat Hera, die Gemahlin des Zeus, den Krebs als Sternbild an den Himmel versetzt, wo man ihn an dunklen Winternächten beobachten kann. Hauptstern ist Acubens (Schere, Zange). Im Sternbild liegt auch der bekannte offene Sternhaufen Präsepe.

Kreuz des Südens: Das Sternbild hat keinen mythologischen Hintergrund und war früher dem Sternbild Centaur zugeordnet. Allerdings wurde es nach neueren Forschungen bereits von arabischen Astronomen im Mittelalter als Kreuz erkannt. Die vertikale Achse des Kreuzes weist in etwa in Richtung Himmelssüdpol.

Leier: Die Leier ist eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit. Sie soll vor uralten Zeiten von Merkur, bzw. Hermes erfunden worden sein. Irgendwann muss sie dann in den Besitz des berühmten Sängers Orpheus gelangt sein. Dieser wollte seine Gattin Eurydike, die gestorben war, aus der Unterwelt zurückholen. Hades war von seinem Gesang so gerührt, dass er es erlaubte, allerdings unter der Bedingung, dass Orpheus sich nicht nach ihr umdrehte. Im letzten Moment blickte Orpheus aber doch zurück und Eurydike war für immer endgültig im Reich der Toten. Hautstern ist Wega (herabstürzender Adler). Bekannt ist auch der Ringnebel mit der Bezeichnung M 57.

Löwe: Die Sonne tritt am 10. August in das Sternbild Löwe. Es ist ein sehr auffälliges Bild mit vielen hellen Sternen, das besonders am Frühlingshimmel gut zu beobachten ist. Der hellste Stern ist Regulus, der Königsstern. Dieses Sternbild erinnert an den Kampf des Helden Herkules mit dem Nemeischen Löwen. Diese Bestie war praktisch unbesiegbar. Ihr Fell war härter als Stahl. Die Höhle des Löwen hatte zwei Ausgänge, durch die er immer entwischen konnte. Herkules verschloss einen Ausgang und wartete am anderen auf den Löwen. Als dieser kam, beschoss Herkules ihn mit Pfeilen, die jedoch am harten Fell abprallten. Schließlich erwürgte Herkules den Löwen mit bloßen Händen. Mit den Krallen des Löwen, die härter als Diamanten waren, konnte er endlich das Fell des Löwen abtrennen und sich selbst umhängen. Der höchste Gott, Zeus, verwandelte den Löwen schließlich in eines der schönsten Tierkreissternbilder, um uns für alle Zeiten an die Heldentaten des Herkules zu erinnern. Zahlreiche Nebel verschiedener Art finden sich im Löwen.

Luchs: Dieses Sternbild liegt zwischen Fuhrmann und Großem Bären. Es wurde 1687 von Hevelius eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund. Man braucht in der Tat Augen wie ein Luchs, um es zu sehen.

Luftpumpe: Dieses Sternbild wurde erst im 18. Jahrhundert von Nicolas de Lacaille eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund

Männliche Wasserschlange: Dieses ist ein modernes Sternbild des südlichen Himmels ohne mythologischen Hintergrund. Es wurde erstmals von Johann Bayer zu Beginn des 17. Jahrhunderts erwähnt und gilt als Gegenstück zum alten Sternbild Hydra (Weibliche Wasserschlange).

Maler: Dieses Sternbild hat keinen mythologischen Hintergrund, sondern wurde von Nicolas de Lacaille in der Mitte des 18. Jahrhunderts eingeführt.

Mikroskop: Das Sternbild hat keinen mythologischen Hintergrund und wurde erst Mitte des 18. Jahrhunderts von Lacaille eingeführt.

Netz: Dieses kleine südliche Sternbild hat keinen mythologischen Hintergrund. Es wurde 1763 nach dem Tod von Lacaille diesem gut geschrieben.

Nördliche Krone: In der griechischen Mythologie handelt es sich um die Krone der Ariadne, der Tochter des Königs Minos von Kreta. Es war ein Geschenk der Göttin Venus an Ariadne. Diese hatte sich in den Helden Theseus verliebt, der das schreckliche Ungeheuer Minotaurus, das in einem Labyrinth lebte, getötet. Mit Hilfe eines goldenen Fadens, den ihm Ariadne gegeben hatte, fand Theseus aus dem Labyrinth hinaus und kehrte nach Athen zurück. Ariadne, die allein auf Naxos zurück geblieben war, starb aus Verzweiflung. Daher versetzte der Gott Dionysos ihre Krone an den Himmel. Hauptstern ist Gemma (Edelstein)

Oktant: Das Sternbild wurde von Nicolas de Lacaille in der Mitte des 18. Jahrhunderts eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund.

Orion: Es ist zweifellos das schönste Wintersternbild, der Orion. Es besteht aus vielen hellen Sternen. Rigel (Beta) und Beteigeuze (Alpha) sind die bekanntesten unter ihnen. Orion war ein gewaltiger Jäger, der auch Geliebter der Jagdgöttin Artemis war. Diese hatte ihm wegen seiner Treulosigkeit einen Skorpion geschickt, der ihn mit seinem Gift tötete. Nach seinem Tode wurde er an den Himmel versetzt. Sehr gut zu beobachten ist der Große Orionnebel mit der Bezeichnung M 42.

Paradiesvogel: Dieses Sternbild des südlichen Himmels wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts von den Holländern Keyser und de Houtman eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund.

Pegasus: Das geflügelte Pferd entsprang dem Blut der schrecklichen Medusa, nachdem diese von dem Helden Perseus getötet worden war. Auf diesem Pferd eilte Perseus auch der Königstochter Andromeda zu Hilfe, als diese dem schrecklichen Ungeheuer Cetus (Walfisch) geopfert werden sollte. Pegasus wird auch oft mit der Dichtkunst in Verbindung gebracht und gilt als Sinnbild der Poesie. Hauptstern ist Markab (?). Ein Kugelsternhaufen ist zu sehen

Perseus: Ein bekannter griechischer Held, der viele Heldentaten vollbrachte. So tötete er die schreckliche Medusa, ein Ungeheuer mit Schlangenhaaren, bei deren Anblick man zu Stein erstarrte. Perseus benutzte einen blanken Spiegel, den ihm die Göttin Athene geschenkt hatte, um Medusa sehen zu können ohne sie direkt anzuschauen. Er schlich sich an die schlafende Medusa heran und schlug ihr mit einer Sichel den Kopf ab. Mit diesem abgeschlagenen Kopf rettete er später die Königstochter Andromeda vor dem schrecklichen Seeungeheuer, das beim Anblick des Medusenhauptes zu Stein erstarrte. Hauptstern ist Algenib (Auf der rechten Seite). Bekannt ist der Doppelsternhaufen h und Chi, der bei klarem Wetter bereits mit dem bloßen Auge erkannt werden kann.

Pendeluhr: Dieses Sternbild ist ohne mythologischen Hintergrund und wurde im 18. Jahrhundert von Nicolas Lacaille eingeführt.

Pfau: Dieses Sternbild des südlichen Himmels wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts von den Holländern Keyser und de Houtman eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund.

Pfeil: Zum einen ist der Pfeil Sinnbild des kosmischen Lichts. Zum anderen soll es der Pfeil sein, mit dem Herkules den Adler tötete, der täglich die Leber des Prometheus abhackte.

Phoenix: Dieses Sternbild des südlichen Himmels wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts von den Holländern Keyser und de Houtman eingeführt. Es erinnert an den mystischen Vogel, der sich immer wieder ins Feuer stürzte und aus der Asche auferstand. Er galt als Symbol der Unsterblichkeit und der Alchimie.

Rabe: Dieses Sternbild steht in Zusammenhang mit den Bildern Becher und Wasserschlange. Der Rabe wurde vom Gott Apollo ausgesandt um das Wasser des Lebens zu holen. Der Rabe wartete allerdings in der Nähe eines Feigenbaumes, bis die Früchte reif waren. Er behauptete später, eine Schlange habe ihn aufgehalten. Apollo bestrafte ihn für diese Lüge mit ewigem Durst und einer krächzenden Stimme. Hauptstern ist Alchiba (Zelt)

Schiff Argo: Es handelt sich um das Schiff Argo der Argonauten in der griechischen Mythologie, die das goldene Vlies des Widders holen sollten. Es ist eingeteilt in drei Felder: Hinterdeck, Schiffskiel und Segel. Hauptstern ist Tureis (Schild).

Schiffskiel: Es handelt sich um das Schiff Argo der Argonauten in der griechischen Mythologie, die unter Führung des Helden Iason das goldene Vlies des Widders holen sollten. Es ist eingeteilt in drei Felder: Hinterdeck, Schiffskiel und Segel. Hauptstern ist Canopus.

Schild: Dieses Sternbild liegt zwischen Adler und Schlange. Es wurde von Hevelius zu Ehren des polnischen Königs Jan Sobieski von Polen eingeführt, hat also keinen mythologischen Hintergrund. Das Sternbild enthält offene und Kugelsternhaufen.

Schlange: Die Schlange soll dem Arzt Äskulap eine wundervolles Kraut gebracht haben, mit dem dieser Kranke heilen und Tote sogar wieder beleben konnte. Das Sternbild zerfällt in zwei Teile, nämlich Kopf und Schwanz. Getragen wird die Schlange vom Schlangenträger. Hauptstern ist Unuk Elhaija (Hals der Schlange)

Schlangenträger: Diese Figur wurde mit dem Heiler Äskulap in Verbindung gebracht, der von einer Schlange ein Wunderkraut zur Heilung sämtlicher Krankheiten erhalten haben soll. Er ist der Sohn des Apollo und der Koronis. Er wurde vom Centauren Chiron groß gezogen. Doch seine Fähigkeit, sogar Tote zu erwecken, erregte den Zorn des Gottes der Unterwelt, Hades. Dieser beschwerte sich bei Zeus und der oberste Gott tötete den Äskulap mit einem Blitz. Hauptstern ist Ras Alhague (Kopf des Schlangenträgers) Eigentlich müsste dieses Sternbild als Ekliptiksternbild geführt werden, da die scheinbare Sonnenbahn hindurch geht.

Schütze: Die Sonne wandert am 18. Dezember auf ihrer scheinbaren jährlichen Bahn in das Sternbild Schütze. Es kann in den Sommernächten tief über dem Südhorizont beobachtet werden. Im Schützen liegt auch das Zentrum des Milchstraßensystems. Die Griechen sahen in ihm den weisen Zentauren Chiron. Zentauren waren Wesen halb Pferd und halb Mensch. Sie waren an sich wilde und grausame Gesellen. Chiron war eine Ausnahme. Er unterrichtete die jungen Männer, die später zu Helden wurden. Er brachte ihnen Steinschleudern, Speerwerfen und Bogenschießen bei. Eigentlich war er unsterblich. Aber Herkules verletzte ihn unabsichtlich schwer mit einem vergifteten Pfeil. Er litt starke Schmerzen. Um seine Qualen zu beenden, verzichtete er freiwillig auf seine Unsterblichkeit. Schließlich ließ Zeus ihn sterben und versetzte ihn als Sternbild an den Himmel. Hauptstern ist Rukbat (Knie des Schützen). Im Schützen liegen auch die bekannten Nebel wie Trfidnebel, Lagunennebel und Omeganebel. Übrigens gibt es – für uns unbeobachtbar - am südlichen Himmel ein Sternbild, das den Namen Zentaurus trägt. In ihm liegt der nächste Fixstern Alpha Centauri.

Schwan: Der Schwan - auch Kreuz des Nordens genannt - erinnert an den Göttervater Zeus. Dieser hatte sich in einen weißen Schwan verwandelt und näherte sich der schönen Leda. Aus dieser Verbindung entstammen zwei Kinder, zum einen die schöne Helena, wegen der der Trojanische Krieg entbrannte und Pollux, den wir aus der Sage um die Zwillinge her kennen. Hauptstern ist Deneb (Schwanz). Im Schwan liegt der bekannte Nordamerikanebel, weiterhin der Cirrusnebel.

Schwertfisch: Dieses Sternbild des südlichen Himmels wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts von den Holländern Keyser und de Houtman eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund.

Segel: Es handelt sich um das Schiff Argo der Argonauten in der griechischen Mythologie, die unter Führung des Helden Iason das goldene Vlies des Widders holen sollten. Es ist eingeteilt in drei Felder: Hinterdeck, Schiffskiel und Segel.

Sextant: Das Sternbild wurde erst von Hevelius eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund.

Skorpion: In das Sternbild des Skorpions tritt die Sonne am 22. November. Es kommt bei uns nur ganz knapp über den Horizont und ist in Sommernächten zu sehen. Den Hauptstern des Skorpion, den rötlichen Antares, kann man allerdings auch bei uns gut sehen. Um zu verstehen, warum der Skorpion am Himmel zu finden ist, müssen wir zunächst ein anderes Sternbild betrachten, den Orion. Weil dieser treulos war und ständig anderen schönen Frauen nachlief, schickte die Göttin Artemis einen Skorpion Dieser stach Orion und tötete ihn. Auch der Skorpion wurde an den Himmel versetzt. Orion hasst seit dieser Zeit alle Skorpione. Deshalb geht er am Westhimmel unter, wenn der Skorpion am Osthimmel auftaucht. Hauptstern ist Antares (Gegenmars)

Steinbock: Das Sternbild Steinbock wird von der Sonne ab dem 19. Januar durchwandert. Es kann im Spätsommer und Frühherbst beobachtet werden. Dieses Sternbild trägt auch den Namen Ziegenfisch. Die griechische Sage erklärt diesen Namen. Die alten Griechen glaubten, der Waldgott Pan habe sich bei einem Kampf der Götter gegen die Titanen in den Fluss gestürzt, um seinen Feinden zu entkommen. Wie einige andere Götter wollte er zur Tarnung Fischgestalt annehmen. Da er aber zu spät ins Wasser sprang, verwandelte sich nur der untere Teil in einen Fischschwanz, der Kopf wurde der einer gehörnten Ziege. Später wurde dieser merkwürdige Ziegenfisch von Zeus an den Himmel versetzt. Der heutige Name Steinbock wird so erklärt: Als Zeus den Machtkampf mit seinem Vater Kronos begann, stand ihm der Sohn des Waldgottes in Gestalt eines Steinbocks bei. Als Dank für seine Hilfe verwandelte ihn der siegreiche Göttervater Zeus später in ein Sternbild. Hauptstern ist Algedi. (?)

Stier: Am 13. Mai tritt die Sonne in das Tierkreissternbild Stier ein. Dieses Sternbild ist also für uns im Winter sehr gut zu beobachten. Der hellste Stern ist Aldebaran, ein rötlich leuchtender Riesenstern. Wie ein V sieht der lockere Sternhaufen der Hyaden aus. Der oberste Gott der Griechen, Zeus, soll sich einst in einen Stier verwandelt haben. In dieser Gestalt soll er die schöne Europa, der unser Erdteil seinen Namen verdankt, entführt und zur Insel Kreta gebracht haben. Europa war die Tochter des Königs von Phönizien, Aginor. Sie bekam einen Sohn mit Namen Minos. Noch heute spricht man von der minoischen Kultur auf dieser schönen Mittelmeerinsel. An diese Geschichte erinnert das herrliche Sternbild Stier, dessen V-förmiger Kopf im Spätherbst und Winter leicht zu erkennen ist. Der bekannte offene Sternhaufen der Plejaden (M 45) liegt ebenfalls im Sterngebiet des Stiers.

Südliche Krone: Göttervater Zeus näherte sich der Tochter des Thebanerkönigs Kadmos, Semele, in der Gestalt eines Sterblichen. Schließlich zeigte er sich dem Mädchen in seiner ganzen göttlichen Größe, worauf Semele von einem Blitz getroffen wurde und verbrannte. Aus der Verbindung Zeus und Semele war aber der Gott Dionysos hervorgegangen, der die Seele seiner Mutter retten wollte. Die Götter willigten ein und so wurde Semele in den Olymp aufgenommen. Ihr Kranz wurde darauf zur Südlichen Krone, einem Gegenstück zur Nördlichen Krone.

Südlicher Fisch: Dieses Sternbild mit dem hellen Hauptstern Fomalhaut (Maul des Fisches) geht auf die ägyptische Mythologie zurück. Er soll die ägyptische Göttin Isis, die Schwester des Osiris, vor dem Ertrinken gerettet haben.

Südliches Dreieck: Das Sternbild wurde erstmals Anfang des 16. Jahrhunderts von Amerigo Vespucci erwähnt, erschien aber erstmals in einem Sternkatalog bei Johann Bayer Anfang des 16. Jahrhunderts.

Tafelberg: Dieses Sternbild hat keinen mythologischen Hintergrund. Es wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von Nicolas de Lacaille eingeführt, der den Himmel vom Tafelberg am Kap der Guten Hoffnung beobachtete.

Taube: Das Sternbild Taube wurde von Johann Bayer eingeführt , hat also keinen mythologischen Hintergrund. Vielfach wurde es allerdings als die Taube angesehen, die Noah aus seiner Arche geschickt hatte.

Tukan: Dieses Sternbild des südlichen Himmels wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts von den Holländern Keyser und de Houtman eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund.

Waage: Am 30. Oktober wechselt die Sonne in das Sternbild Waage über, das nur wenige schwache Sterne enthält. Es ist am besten im Spätfrühling und im Frühsommer zu beobachten. Es geht auf das Jahr 2000 vor Christus zurück. Bei den Ägyptern soll der schakalköpfige Totengott Anubis die himmlische Waage benutzt haben, um die Seelen der Verstorbenen zu wiegen. Nur wenn die Seele leichter als eine Vogelfeder war, durfte der Tote in das Reich der Götter aufgenommen werden. Später verschwand das Sternbild vom Himmel und wurde erst von den Römern wieder eingeführt. Die Römer verehrten eine Göttin mit Namen Astraea oder Justitia. Es war die Göttin der Gerechtigkeit. Bis heute gilt die Waage als Symbol des Ausgleichs. So wird Justitia noch heute dargestellt mit verbundenen Augen, in der Hand eine Waage. Sie soll unbeeinflusst von der Person nur nach den verschiedenen Argumenten, die auf je eine Waagschale gelegt werden, entscheiden. Hauptstern ist Zuben Elgenubi (Südliche Schere)

Walfisch: Es handelt sich um das Seeungeheuer, das von Poseidon an die Küste Äthiopiens geschickt worden war, um Cassiopeia, die Gemahlin des Königs Cepheus, zu bestrafen, die sich gerühmt hatte, schöner als die Nereiden, die Töchter des Meeresgottes Nereus, zu sein. Cassiopeia und Cepheus mussten ihre Tochter dem Ungeheuer zum Fraß geben, um von diesem Übel befreit zu werden. Der Held Perseus rettete Andromeda, bekam sie zur Frau und wurde König von Äthiopien. Hauptstern ist Menkar (Nase). Sehr bekannt ist Mira (Die Wunderbare), ein veränderlicher Stern, der mal mit dem bloßen Auge leicht zu sehen ist, dann wiederum überhaupt nicht.

Wassermann: Am 16. Februar tritt die Sonne scheinbar in das Sternbild Wassermann ein. Das Sternbild ist vor allen Dingen an Herbstabenden zu beobachten, besteht aber nur aus schwachen Sternen. In etwa 600 Jahren wird der Frühlingspunkt in diesem Sternbild liegen. Dann beginnt „The Age Of Aquarius“, das Zeitalter des Wassermanns. Dieses Sternbild hängt eng mit alten Berichten über eine Sintflut zusammen, wie wir sie auch vom Alten Testament her kennen. Zeus schickte als Strafe für das sündige und verkommene Menschengeschlecht eine große Flut, um alles zu ertränken. Nur zwei Menschen, Deukalion und seine Gemahlin Pyrrha, die fromm und gottergeben gelebt hatten, entkamen dem Strafgericht. Sie zimmerten ein großes Schiff, auf dem sie die Sintflut überstanden. Als die Wasser sich verliefen, war alles öde und leer. Die Götter befahlen ihm: Werfet die Gebeine der Großen Mutter hinter Euch. Die große Mutter war die Erde, die Gebeine waren die Steine. Sie warfen diese hinter sich und sogleich verwandelten sich diese in Jünglinge, Mädchen und Tiere. Zur Erinnerung an diese gute Tat wurde Deukalion als Wassermann unter die Sterne versetzt. Dort kann man ihn noch heute als Stammvater des neuen Menschengeschlechtes erkennen. Hauptstern ist Sadalmelik (König). Bekannt ist auch ein planetarischer Nebel mit der Bezeichnung Helix-Nebel.

Weibliche Wasserschlange: Es handelt sich um die Hydra, ein Ungeheuer, das in der Nähe der Stadt Argos hauste. Das Wesen hatte inen Körper wie ein Hund und neun Köpfe, die alle giftigen Atem verströmten. Schlug man ihr einen Kopf ab, wuchsen zwei oder drei neue nach. Herkules tötete das Untier, indem er ihm einen Kopf abschlug und die Wunde sofort mit brennenden Ästen verödete. So konnten keine neuen Köpfe entstehen. Hauptstern ist Alphard (der vereinzelt stehende Stern).

Widder: Am 18. April wechselt die Sonne in das Sternbild Widder. Es ist ein unauffälliges Sternbild, hat aber da, wo man sich den Kopf denken muss, einige helle Sterne. Es ist besonders im Herbst gut zu sehen. Vor langer Zeit lebte in Griechenland der König Athamas mit seiner Frau Nephele. Sie hatten zwei Kinder: Helle und Phrixos. Athamas heiratete später Ino, die zur bösen Stiefmutter wurde und den beiden Kindern nach dem Leben trachtete. Sie überredete Athamas, seinen Sohn Phrixos zu opfern, um ihr Volk von einer Hungersnot zu befreien. Als Phrixos schon gefesselt auf dem Altar lag, erschien ein Widder mit goldenem Fell, den der Gott Hermes geschickt hatte. Dieser nahm beide Kinder auf seinen Rücken und flog davon. Unterwegs stürzte Helle ab und versank im Meer. Phrixos wurde nach Kolchis gebracht. Der König von Kolchis opferte den Widder und hängte sein goldenes Fell an eine Eiche. Dieses goldene Vlies wurde später von den Argonauten nach Griechenland zurück gebracht. Der Widder selbst wurde jedoch für seine guten Taten an den Himmel versetzt. Er hatte auch eine ganz besondere Bedeutung für die alten Hirtenvölker. Denn diese Tiere bedeuteten Nahrung, Kleidung und Wohlstand. Hauptstern ist Hamal (Widder)

Winkelmaß: Das Sternbild wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts von Lacaille eingeführt und hat keinen mythologischen Hintergrund.

Wolf: Ein Sternbild am südlichen Himmel. Der griechischen Sage nach handelt es sich um den König von Arkadien, Lykaon. Dieser war sehr grausam und brachte den Göttern Menschenopfer dar. Deswegen wurde er von diesen in einen Wolf verwandelt.

Zirkel: Dieses Sternbild hat keinen mythologischen Hintergrund. Es wurde von Nicolas de Lacaille eingeführt.

Zwillinge: Am 21. Juni tritt die Sonne in das Sternbild Zwillinge über. Dieses Sternbild kann am besten in den Wintermonaten beobachtet werden. Die beiden hellen Hauptsterne Castor und Pollux sind selbst in einer Großstadt zu sehen. Pollux und Castor waren Zwillinge. Pollux als Sohn des Zeus war unsterblich, Castor hatte einen menschlichen Vater und war sterblich. Castor wurde bei einem Kampf getötet und musste in die finstere Unterwelt. Pollux bat Zeus, ihn ebenfalls sterben zu lassen, damit er bei seinem Bruder sein konnte. Zeus erlaubte ihm, abwechselnd einen Tag bei seinem Bruder im Totenreich zu verbringen und dann wieder einen Tag bei den Göttern zu sein. Später hat Zeus die beiden Brüder zum Lohn für ihre treue Verbundenheit dann in Sterne verwandelt. Als Sternbild der Zwillinge stehen sie seitdem am Winterhimmel und erinnern die Menschen an Bruderliebe und Freundschaft.

Zurück zu Sternbilder oder zur Startseite