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Adams: John Coach Adams, geb. am 5.6.1819, gest. am 20.1.1892. Englischer Astronom. Er wurde im Jahre 1858 Professor an einer schottischen Universitär, erhielt dann eine Professur an der Universität in Cambridge. Ab 1861 leitete er die Sternwarte in Cambridge. Adams hatte 1845 genau wie der Franzose Leverrier aus den Störungen der Uranusbahn die Bahn des damals noch hypothetischen Planeten Neptun berechnet. Seine Berechnungen blieben allerdings zunächst unbeachtet.
Airy: Sir George Biddell Airy, geb. am 27.7.1801, gest. am 4.1.1892. Er wurde 1835 zum Direktor der Sternwarte in Greenwich ernannt und war damit “Astronomer Royal”. Er beschäftigte sich mit Positionsastronomie und versuchte aus Venustransiten die Entfernung Erde-Sonne zu bestimmen. Er fand auch den Astigmatismus des menschlichen Auges heraus. Airy war u.a. daran beteiligt, dass der 0. Längengrad durch die Sternwarte in Greenwich läuft. Im zu Ehren wurde ein kleiner Marskrater benannt.
Albategnius: Der arabische Astronom Al Battani, geboren ca. 859, gestorben 929. Er übernahm die astronomischen Erkenntnisse des Griechen Ptolemäus und baute sie aus. Ihm gelang eine genauere Bestimmung der Jahreslänge, des Zeitpunktes der Tag- und Nachtgleiche und der Schiefe der Ekliptik.
Alfven: Hannes Alfven, geb. am 30.5.1908, schwedischer Astronom, der eine Theorie zur Entstehung des Planetensystems erarbeitete. Weiterhin beschäftigte er sich mit interstellaren Magnetfeldern.
Al-Sufi: lebte von 903 bis 986 und gilt als einer der bedeutendsten Astronomen Persiens. Er ermittelte die Schiefe der Ekliptik und stellte einen neuen Sternkatalog zusammen. Dieser Katalog enthält eine Reihe von arabischen Namen für die Sterne.
Anaximander: griechischer Astronom, der von 610 bis 546 v. Chr. lebte. Gilt als Schüler des Thales von Milet. Die Erde dachte er sich zylinderförmig und freischwebend. Er stellte auch einen Himmelsglobus her.
Anaximenes: griechischer Astronom, der von 585 bis etwa 525 v. Chr. lebte. Gilt als Schüler des Anaximander. Er war der Meinung, dass die Erde durch Luft getragen würde. Weiterhin vermutete er, dass der Mond sein Licht von der Sonne erhält.
Argelander: Friedrich Wilhelm August Argelander, geb. am 22.3.1799, gest. am 17.2.1875. Der bekannte Bonner Astronom war einer der bekanntesten seiner Zeit. Er arbeitete in Königsberg und an einigen finnischen Sternwarten. Er errichtete 1845 eine neue Sternwarte in Bonn. Er stellte einen neuen Sternatlas zusammen. Er führte insbesondere zahlreiche Messungen an Veränderlichen durch. Jedem Amateurastronom ist die Methode der Stufenabschätzung nach Argelander bekannt. Sein Hauptwerk ist die berühmte Bonner Durchmusterung. Im Jahre 1863 gründete er die Astronomische Gesellschaft. Von ihm stammt auch die Behauptung: Astronomie ist eine unbekannte Wissenschaft.
Aristarch: Aristarch von Samos, ein antiker griechischer Astronom, der von etwa 320 bis 250 v. Chr. lebte. Er war als einer der ersten der Meinung, dass sich alle Himmelskörper einschließlich der Erde um die Sonne drehten. Er beschäftigte sich auch mit Größe und Entfernung von Sonne und Mond, doch waren seine Ergebnisse noch sehr ungenau. Leider gerieten seine Theorien bis ins späte Mittelalter in Vergessenheit.
Arrhenius: Svante Arrhenius, schwedischer Astronom, geb. am 19.2.1859, gest. am 2.10.1927. Er arbeitete an der Entstehung der Polarlichter, der Gewitter sowie der Eiszeiten und Klimaschwankungen. Er war auch der Begründer der Panspermie-Hypothese, nach der Lebenskeime von einem Himmelskörper auf einen anderen, z.B. die Erde übertragen werden können.
Arzachel: Ein bekannter arabischer Astronom, der Ende des 11. Jahrhunderts vor allem in Toledo wirkte. Er verfasste verschiedene Planetentafeln.
Baade: Walter Baade, deutscher Astronom, geb. am 24.3.1893, gest. am 25.6.1960. Er arbeitete in Göttingen und Hamburg, um später an den US-Observatorien Mount Wilson und Mount Palomar tätig zu sein. Er entdeckte u.a. die Kleinplaneten Hidalgo und Ikarus. 1944 gelang es ihm als erstem, die Kernregion des Andromedanebels in Einzelsterne aufzulösen. Weiterhin untersuchte er die Struktur des Milchstraßensystems.
Bacon: Roger Bacon, geb. 1215, gest. am 11.6.1294, bedeutender englischer Gelehrter, gehörte dem Orden der Franziskaner an; er war überzeugt von der Kugelgestalt der Erde; er bemerkte, dass durch die Ungenauigkeit des julianischen Kalenders die Tagundnachtgleichen stetig vorrückten. Er beschäftigte sich ebenso mit Gesetzen der Optik und machte richtige Bemerkungen zu den Eigenschaften von Linsen.
Bartsch: Jacob Bartsch, geb. 1600, gest. am 26.12.1633. Der deutsche Astronom war der Schwiegersohn von Johannes Kepler und auch dessen Helfer. Von ihm wurden die Sternbilder Giraffe, Füchschen, Einhorn und Netz eingeführt.
Bayer: Johann Bayer, geb. 1572, gest. 1625; war Rechtsanwalt in Augsburg; wurde bekannt durch die Einführung eines Systems der Sternnamen. Er bezeichnete den hellsten Stern eines Sternbildes mit dem griechischen Buchstaben Alpha, den zweithellsten mit Beta usw. Hinter dem griech. Buchstaben steht der lateinische Genitiv des Sternbildes. Er wandte dieses System in seiner Uranometria an.
Bessel: Freidrich Wilhelm Bessel, geb. am 22.7.1784, gest. am 17.3.1846. Deutscher Astronom, der anfangs an der Privatsternwarte von Johann Schröter Beobachtungen anstellte. Später Professor für Astronomie in Köbnigsberg sowie Direktor der dortigen Sternwarte. Berühmt wurde er durch die erste Bestimmung einer Fixstern-Parallaxe, die ihm 1838 an dem Stern 61 Cygni (Schwan) gelang.
Bethe: Hans Albrecht Bethe, geb. am 2.7.1906; bekannter deutscher Physiker; seine Bedeutung für die Astronomie ist die Entdeckung des Bethe-Weizsäcker-Zyklus, der im Innern der Sonne und anderer Sterne als Kernreaktion abläuft und damit für die Energieerzeugung der Sterne verantwortlich ist.
Bode: Johann Elert Bode, geb. am 19.1.1747, gest. am 23.11.1826; der deutsche Astronom war Direktor der Berliner Sternwarte; bekannt ist ein Sternbildatlas mit vielen Tausend Sternen, den er herausgab; er setzte den Namen Uranus für den neu entdeckten Planeten durch und verbesserte die Titius-Reihe für die Reihenfolge der Planeten von der Sonne (Titius-Bode-Reihe).
Brahe: Tycho Brahe, geb. am 14.12.1564, gest. am 24.10.1601; dänischer Astronom; gründete auf der Insel Hveen die Sternwarte Uranienburg, später noch die Sternenburg; er gehörte zu den besten Beobachtern seiner Zeit und vermaß viele Sterne und Planeten mit einer für damalige Zeiten extrem hohen Genauigkeit; er holte sich Johannes Kepler als Gehilfen und hinterließ diesem seine Ergebnisse (insbesondere Mars), mit der Kepler dann die berühmten Gesetze der Planetenbewegungen fand. Tycho entwickelte ein eigenes Weltsystem mit der Erde in der Mitte, die von der Sonne umkreist wird. Die anderen Planeten aber umkreisen die Sonne.
Bruno: Giordano Bruno, geb. 1548, gest. am 17.2.1600; er war ein italienischer Philosoph, der sich aber für das System des Kopernikus und sogar für ein unendliches Weltall einsetzte. 1593 wurde er der Inquisition übergeben und nach sieben Jahren Kerkerhaft in Rom auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Cassini: Giovanni Domenico Cassini, geb. am 8.6.1625, gest. am 14.9.1712; italienischer Astronom, Professor an der Universität Bologna; er beschäftigte sich mit den Planeten Jupiter (Rotation), Mars (Oberfläche), Venus (Phasen) und Saturn. Er entdeckte vier neue Saturnmonde und vor allem die bekannte Cassini-Teilung des Saturnrings. Als erster entdeckte er das Zodiakallicht. War lange Jahre Direktor der Pariser Sternwarte.
Chandrasekhar: Subrahmanyan Chandrasekhar, geb. am 19.10.1910 indischer Astronom, ging in den dreißiger Jahren in die USA, er arbeitete am inneren Aufbau der Sterne und berechnete eine obere Grenze für die Masse von weißen Zwergsternen. Sterne, die eine höhere Masse als etwa 1,44 Sonnenmassen besitzen, werden am Ende ihrer Entwicklung zu einem Neutronenstern. (Chandrasekhar-Grenze)
Clavius: Christopher Clavius, geb. 1537, gest. am 6.12.1612; er gehörte dem Orden der Jesuiten an und war dort Lehrer für Mathematik; insbesondere war an der Verbesserung des Kalenders beteiligt. 1582 wurde in vielen Ländern der Gregorianische Kalender eingeführt.
Copernicus: Nicolaus Copernicus, geb. am 19.2.1473, gest. am 24.5.1543, er gilt als der eigentliche Begründer der modernen Astronomie, da er das alte geozentrische Weltbild des Ptolemäus durch das heliozentrische Weltbild ersetzte. Die Planeten umkreisen nicht die Erde sondern alle , einschließlich der Erde, die Sonne. Er wurde Anfang des 16. Jahrhunderts Gomherr in Frauenburg. Dort konnte er weitere astronomische Untersuchungen anstellen. Erst in seinem Todesjahr erschein sein Werk “De revolutionibus orbium coelestium”, über den Umlauf der Himmelskörper. Sein größter Fehler war, das er noch an den Kreisbahnen festhielt. Dieses neue Weltbild führte zu einem Jahrhunderte langen Streit zwischen den Astronomen und insbesondere der römischen Kirche.
Cusanus: Nicolaus von Cusa (Kues, geb. 1401, gest. am 11.8.1464; war Bischof von Brixen; er sah die Welt als ein Gleichnis für die Größe und Unendlichkeit Gottes an. Auch beschäftigte er sich mit den Fragen einer Kalenderreform.
Dionysius: Dionysius Exiguus war ein Mönch, der im 6. Jahrhundert nach Christus lebte, er schlug vor, die Jahre nach der Geburt Jesu zu zählen. Da ihm aber exakte historische Unterlagen fehlten, ermittelte er das Geburtsjahr nicht korrekt. Nach heutigen Kenntnissen wurde Jesus in der Zeit von 7 - 4 v. Chr. geboren.
Doppler: Christian Johann Doppler, geb. am 29.11.1803, gest. am 17.3.1853; bedeutender österreichischer Physiker, war Professor für Physik an der Universität Wien; bekannt durch den Doppler-Effekt; Frequenz und Geschwindigkeit einer Welle hängen ab von den Bewegungen der Quelle und des Beobachters zueinander. Mit Hilfe dieses Effektes kann die Bewegung der Sterne bestimmt werden, allerdings auch die Geschwindigkeit eines Autos durch die Polizei.
Eddington: Sir Arthur Stanley Eddington, geb. am 28.12.1882, gest. am 22.11.1944; englischer Physiker und Astronom; war Professor für Astronomie in Cambridge und Direktor der dortigen Sternwarte; er beschäftigte sich insbesondere mit dem inneren Aufbau der Sterne und fand deren gasförmigen Zustand. Weiterhin fand er die Masse-Leuchtkraft-Beziehung der Sterne.
Einstein: Albert Einstein, geb. am 14.3.1879, gest. am 18.4.1955; bedeutendster Physiker der Neuzeit; als schlechter Schüler erhielt er Anfang des 20. Jahrhunderts eine Anstellung am Schweizer Patentamt; beschäftigte sich dort mit Fragen der theoretischen Physik; zunächst verfasste er eine Arbeit über den photoelektrischen Effekt; entwickelte später die allgemeine und die spezielle Relativitätstheorie; nach Einstein ist die Gravitation keine Eigenschaft von Massen, sondern eine Eigenschaft des Raumes; Massen führen eine Krümmung des Raumes hervor; weiterhin ist die Lichtgeschwindigkeit eine Grenzgeschwindigkeit, auf die Massen nicht beschleunigt werden können; erklärte die Perihelverschiebung des Merkur.
Eratosthenes: lebte von 276 bis 195 v. Chr.; leitete die Bibliothek von Alexandria und war einer der größten Astronomen seiner Zeit; ihm gelang eine erste Bestimmung des Erdumfangs; mit ca. 40.000 km kam er dem heutigen Wert erstaunlich nahe. Weiterhin beschäftigte er sich mit Fragen der Chronologie und erstellte einen Sternkatalog mit über 600 Sternen.
Eudoxos: lebte ca. von 409 bis 356 v. Chr. griechischer Mathematiker und Astronom; stellte einen Himmelsglobus, Erdkarten und Sternkarten her; Längen- und Breitenkreise wurden eingeführt.
Flamsteed: John Flamsteed, geb. am 19.8.1646, gest. am 31.12.1719; englischer Astronom; machte auf die Genauigkeit astronomischer Beobachtungen für die Navigation auf hoher See aufmerksam; so wurde im Jahre 1675 die Sternwarte Greenwich errichtet. Erster Direktor und damit erster “Astronomer Royal” wurde John Flamsteed. Schuf den Sternkatalog “Historia Coelestis Britannica”.
Fraunhofer: Joseph von Fraunhofer, geb. am 6.3.1787, gest. am 7.6.1826; deutscher Optiker; er untersuchte das Sonnenspektrum und benannte die Absorptionslinien mit Buchstaben. Besonders bekannt wurde er durch die Erfindung von achromatischen Objektiven. Seine Refraktoren waren mit Abstand die besten seiner Zeit.
Galilei: Galileo Galilei, geb. am 15.2.1564, gest. am 8.1.1642; italienischer Physiker und Astronom, sicherlich einer der bedeutendsten seiner Zeit; er entdeckte die Gesetze des Pendels und die Fallgesetze; wurde Professor für Mathematik an der Universität zu Pisa, später in Padua; war ein Befürworter des Kopernikanischen Systems; benutzte als erster das Fernrohr zu Himmelsbeobachtungen; entdeckte die vier größten Monde des Jupiter, die Phasen der Venus, die Krater auf dem Mond und die Sonnenflecken; geriet in Konflikt mit der römischen Kirche und musste seine Lehre widerrufen. Er gilt als Begründer der “nuova sciensia” der exakten Naturwissenschaft.
Galle: Johann Gottfried Galle, geb. am 9.6.1812, gest. am 19.7.1910, deutscher Astronom; arbeitete an den Observatorien in Berlin und Breslau; entdeckte aufgrund der Berechnungen von Leverrier den Planeten Neptun
Gauß: : Carl Friedrich Gauß, geb. am 30.4.1777, gest. am 23.2.1855; deutscher Mathematiker; gilt als Fürst der Mathematiker; er entwickelte eine neue Methode zur Berechnung von Planetenbahnen, die besonders beim Auffinden von Asteroiden (Ceres!) angewandt wurde. War lange Professor für Mathematik und Sternwartendirektor in Göttingen; entwickelte unter anderem eine Fehlertheorie sowie erste nichteuklidische Geometrien.
Halley: Edmund Halley, geb. am 29.10.1656, gest. am 14.1.1742; englischer Astronom; erstellte einen Sternkatalog des südlichen Himmels; Anfang des 18. Jahrhunderts wurde er Professor in Oxford, 1720 Direktor der Sternwarte Greenwich und damit Royal Astronomer; sagte die Wiederkehr eines Kometen voraus, der als Halleyscher Komet berühmt wurde; beschäftigte sich auch mit dem Venustransit und der damit verbundenen Möglichkeit zur Bestimmung der Entfernung der Erde von der Sonne.
Hawking: Stephen Hawking, geb. am 8.1.1942; englischer Physiker, der auf dem Gebiet der Kosmologie arbeitet; Beiträge zur Theorie der schwarzen Löcher; bekannt ist sein Buch “Eine kurze Geschichte der Zeit”; leidet an einer unheilbaren Krankheit (Muskelschwund).
Henderson: Thomas Henderson, geb. am 28.12.1798, gest. am 23.11.1844; Direktor der Sternwarte am Kap der Guten Hoffnung, wo ihm die Bestimmung der Parallaxe von Alpha Centauri gelang. Später Professor an der Universität Edinburgh.
Heraklid: griechischer Astronom und Philosoph; 388 - 315 v. Chr.; kam als einer der ersten auf die Idee der Rotation der Erde um die eigene Achse; Ansätze zu einem heliozentrischen System
Herschel: Freidrich Wilhelm Herschel, geb. am 15.1.1738, gest. am 25.8.1822; eigentlich Musiker, der in der Mitte des 18. Jahrhunderts nach England übersiedelte; baute eigene Spiegelteleskope; entdeckte 1781 den Planeten Uranus, den er zunächst Georgsstern taufte; weiterhin entdeckte er die Uranusmonde Titania und Oberon sowie die Saturnmonde Mimas und Enceladus; entdeckte die Raumbewegung der Sonne in Richtung Herkules; führte Sternzählungen vor allem im Bereich der Milchstraße durch; Grundlage der Stellarstatistik
Hertzsprung: Ejnar Hertzsprung, geb. am 8.10.1873, gest. am 21.10.1967; dänischer Astronom, der an den Sternwarten in Kopenhagen, Potsdam und Leiden arbeitete; beschäftigte sich mit Stellarastronomie; Riesensterne und Zwergsterne; Grundlagen des Hertzsprung-Russell-Diagramms; Definition der “absoluten Helligkeit”
Hevelius: Johannes Hevel, eigentlich Hewelcke, latinisiert Hevelius, geb. am 28.1.1611, gest. am 28.1.1687; Ratsherr und Bürgermeister von Danzig; sehr aktiver Amateurastronom; befasste sich in seinem Werk “Selenographia” mit der Beschreibung der Mondoberfläche; weiterhin entdeckte er die Phasen des Planeten Merkur; leider brannte seine Sternwarte 1679 ab.
Hipparch: bedeutendster griechischer antiker Astronom; 190 - 125 v. Chr.; bestimmte Entfernungen von Sonne und Mond, die natürlich noch mit Fehlern behaftet waren; entdeckze die unterschiedliche Länge der Jahreszeiten; weiterhin entdeckte er die Präzession, die Wanderung des Frühlingspunktes; er führte als erster eine Skala der Sternhelligkeiten ein.
Hubble: Edwin Powell Hubble, geb. am 20.11.1889, gest. am 28.9.1953; amerikanischer Astronom, der an den Sternwarten Yerkes und Mt. Wilson tätig war; konnte erstmals die Entfernung zum Andromedanebel und anderen Galaxien bestimmen; bekannt wurde er vor allem durch die Ermittlung der Fluchtgeschwindigkeiten mit Hilfe des Doppler-Effektes; damit lieferte er eine entscheidende Stütze für die Theorie von der Expansion des Universums.
Huygens: Christian Huygens, geb. am 14.4.1629, gest. am 8.6.1695; holländischer Astronom, der u.a. an der Wellentheorie des Lichtes arbeitete; Erfinder der Pendeluhr; erkannte als erster die wirkliche Form des Saturnringes; fand den hellen Saturnmond Titan; er beobachtete Oberflächeneinzelheiten auf Mars und bemerkte dessen Rotation; er entwickelte das nach ihm benannte Huygenssche Okular.
Kepler: Johannes Kepler, geb. am 27.12.1571, gest. am 15.11.1630; großer deutscher Astronom; wurde Lehrer für Mathematik in Graz; dort verfasste er seine astronomische Schrift “Mysterium Cosmographicum”; wurde von Tycho Brahe nach Prag gehokt; nach dessen Tod belam Kepler alle Unterlagen der Beobachtungen Brahes; insbesondere mit den Bahndaten des Mars entwickelte Kepler die drei berühmten Gestze der Planetenbewegungen; damit war ein weiterer Beweis für die Richtigkeit des Kopernikanischen Systems erbracht. Gegen seine Mutter wurde ein Hexenprozess geführt; Kepler half ihr und rettete sie vor dem Tod auf dem Scheiterhaufen. Er erstellte auch Horoskope, unter anderem für Wallenstein.
Kuiper: Gerard Peter Kuiper, geb. am 7.12.1905, gest. am 24.12.1973; holländisch-amerikanischer Astronom, der sich besonders mit dem äußeren Planetensystem beschäftigte; er entdeckte die Atmosphäre des Saturnmondes Titan, den Uranusmond Miranda und den Neptunmond Nereid. Nach ihm ist der Kuiper-Gürtel benannt, einer jenseits der Plutobahn befindlichen Zone, die ebenfalls zahlreiche Kleinplaneten enthält.
Lacaille: Nicolas Louis de Lacaille; geb. am 13.5.1713, gest. am 21.3.1762; französischer Astronom und Mathematiker; er bestimmte die Parallaxe von Sonne und Mond; er beobachtete am Kap der Guten Hoffnung den südlichen Sternhimmel und führte 14 neue Sternbilder am Südhimmel ein.
Leavitt: Henrietta Swan Leavitt, geb. am 4.7.1868, gest. am 12.12.1921; amerikanische Astronomin die zunächst als Assistentin am Harvard-College tätig war. Später arbeitete sie in Peru, wo sie die beiden Magellanschen Wolken beobachtete. Die entdeckte die Perioden-Leuchtkraft-Beziehung der Cepheiden.
Leverrier: Urbain Jean Joseph Leverrier, geb. am 11.3.1811, gest. am 23.9.1877; französischer Astronom, der aus Störungen der Uranusbewegung den Ort des bis dahin hypotheitischen Neptun berechnete (wie der Engländer Adams); aufgrund seiner Berechnungen konnte Galle in Berlin den Neptun finden. Leverrier war zum Schluss Direktor der Pariser Sternwarte, wo er sich mit himmelsmechanischen Problemen beschäftigte.
Lowell: Percival Lowell, geb. am 13.3.1855, gest. am 12.11.1916; amerikanischer Privatastronom, der sich als erfolgreicher Geschäftsmann in Flagstaff/Arizona eine Privatsternwarte erbaute. Er beschäftigte sich vor allem mit dem Planeten Mars, den er für bewohnbar hielt. Weiterhin war er auf der Suche nach einem neunten Planeten beschäftigt. Pluto wurde allerdings auf dieser Sternwarte erst nach seinem Tode entdeckt.
Messier: Charles Messier, geb. am 26.6.1730, gest. am 11.4.1817, französischer Astronom, der ständig auf der Suche nach neuen Kometen war, immerhin hat er 14 neue entdeckt; bei diesen Beobachtungen stieß er ständig auf Nebelflecken und Sternhaufen. Um Verwechslungen auszuschließen, führte er diese in einem Katalog auf, dem heute noch sehr bekannten Messierkatalog.
Meton: griechischer Astronom der im 5 Jahrhundert v. Chr. lebte. Er arbeitete besonders an Kalenderdaten. Er stellte fest, dass 233 synodische Monate fast genau 19 tropischen Jahren entsprechen. Er führte den Metonischen Kalender ein; der Zyklus besteht aus 12 Jahren mit 12 Monaten und 7 Jahren mit 13 Monaten; so brachte er den Sonnenlauf und Mondlauf in etwa in Übereinstimmung.
Newton: Isaac Newton, geb. am 5.1.1643, gest. am 31.3.1827; englischer Astronom und Physiker, der zu den bedeutendsten Naturwissenschaftlern überhaupt gehört; stellte Untersuchungen über das Spektrum an; formulierte das Gesetz der Gravitation; entwickelte auch die Grundlagen der Infinitesimalrechnung; sein Hauptwerk ist: Philosophiae Naturalis Pricipia Mathematica”, die mathematischen Grundlagen der Naturwissenschaft, stellte auch ein brauchbares Spiegelteleskop her.
Olbers: Heinrich Wilhelm Olbers, geb. am 11.10.1758, gest. am 2.3.1840; deutscher Arzt und Astronom; beschäftigte sich mit mathematischen Problemen der Astronomie und entdeckte fünf neue Kometen; bekannt ist auch das Olberssche Paradoxon, nachdem der Nachthimmel eigentlich taghell sein müsste, wenn in einem unendlichen Raum unendlich viele Sterne stehen.
Oort: Jan Hendrik Oort, geb. am 28.4.1900, gest. am 5.11.1992; holländischer Astronom; war Direktor des Observatoriums Leiden; erforschte Struktur und Dynamik unserer Milchstraße; weiterhin begründete er die Vorstellung einer zirkumsolaren Kometenwolke und unser Sonnensystem, bekannt unter dem Namen Oortsche Wolke.
Piazzi: Giuseppe Piazzi, geb. am 16.7.1746, gest. am 22.7.1826; italienischer Astronom, war Professor in Palermo und Direktor der dortigen Sternwarte. In der Neujahrsnacht vom 31.12.1800 entdeckte er den ersten Asteroiden, Ceres.
Ptolemäus: Claudius Ptolemäus, antiker großer Astronom, der von ca 75 bis etwa 159 n. Chr. lebte. Er fasste das gesamte astronomische Wissen seiner Zeit zusammen. Bekannt ist dieses Werk unter dem arabischen Titel Almagest. Er vertrat darin ein klares geozentrisches Weltsystem und baute insbesondere die Epizykeltheorie, die die merkwürdigen Schleifen der Planeten erklären soll, aus.
Regiomontanus: Eigentlicher Name Johannes Müller, geb. am 6.6.1436, gest. am 6.7.1476; Regiomontanus ist die latinisierte Form von Königsberg; er gab verschiedene Bücher heraus, unter anderem die lateinische Übersetzung des Almagest von Ptolemäus. In der Mathematik führte er die Tangensfunktion ein, sollte mit an der Kalenderreform arbeiten, starb aber an der Pest.
Römer: Olaf Römer, geb. am 25.9.1644, gest. am 9.9.1710; dänischer Astronom; er bestimmte aus den zeitlichen Veränderungen der Jupitermond-Erscheinungen die Lichtgeschwindigkeit. Römer wurde Astronom des dänischen Königs und Professor an der Universität Kopenhagen.
Russell: Henry Norris Russel, geb. am 25.10.1877, gest. am 18.2.1957; amerikanischer Astronom, war der Direktor der Universität Princeton; beschäftigte sich eingehend mit Sternentwicklung und der chemischen Zusammensetzung der Sterne; ist an der Erstellung des Hertzsprung - Russell - Diagramms beteiligt.
Scaliger: Joseph Justus Scaliger, geb. am 5.8.1540, gest. am 21.1.1609; französischer Philologe, der als Begründer der Chronologie gilt. Er führte auch das Julianische Datum ein, das aber nichts mit dem Julianischen Kalender zu tun hat, vielmehr sollte die Namensgebung seinen Vater Julius Scaliger ehren.
Schiaparelli: Giovanni Virginio Schiaparelli, geb. am 14.3.1835, gest. am 4.7.1910; italienischer Astronom, der auf dem Mars feine Linien entdeckte. Diese nannte er “Canali”. Daraus wurden dann die berühmten Marskanäle, die sich später als optische Täuschung entpuppten. Erblindete später und befasste sich mit der Geschichte der Astronomie.
Struve: Friedrich Georg Wilhelm Struve, geb. am 15.4.1793, gest. am 23.11.1864; deutscher Astronom, der erstmals die Parallaxe der Wega bestimmte. Von ihm stammt auch ein Doppelsternkatalog.
Thales von Milet: griechischer Naturphilosoph, lebte etwa von 624 bis 546 v. Chr.; sagte eine Sonnenfinsternis voraus, wahrscheinlich nutzt er babylonische Erfahrungen; Weiterhin erkannte er korrekt, dass der Mond kein eigenes Licht ausstrahlt, sondern lediglich Sonnenlicht reflektiert.
Tombaugh: Clyde William Tombaugh, geb. am 4.2.1906, amerikanischer Astronom, stammt von einem Farmer ab und betätigte sich zunächst als Hilfskraft bei Percival Lowell; 1930 entdeckte er den Pluto; später wurde er Professor für Astronomie an der Universität von Neu-Mexiko.
Ulugh Beigh: persischer Astronom zu Anfang des 15. Jahrhunderts; erbaute 1428 eine Sternwarte in Samarkand; er stellte einen Sternkatalog mit über 1000 Sternen auf; wurde von seinem Sohn ermordet.
Wolf: Max Wolf, geb. am 21.6.1863, gest. am 3.10.1932; deutscher Astronom, der Professor an der Universität Heidelberg war und Leiter der badischen Landessternwarte wurde; Seine hauptsächlichen Arbeiten hingen mit der Himmelsphotographie zusammen; auf diesem Wege entdeckte er auch zahlreiche Asteroiden.
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